Montag, 27. Juni 2016

Dekanatschortag in Frankenthal

Zu einem eindruckvollen Gemeinschaftserlebnis wurde der feierliche Gottesdienst am 19. Juni in der gut gefüllten St. Ludwigskirche in Frankenthal.

Mit den Worten „Ihr Singen und Musizieren ist ausgerichtet auf die Begegnung mit Jesus Christus“ begrüßte Pfarrer Stefan Mühl die rund 130 Mitwirkenden auf der Empore und im Kirchenschiff.

Zu einem voluminösen Klangkörper vereinigten sich die Kirchenchöre aus Bobenheim-Roxheim, Dudenhofen, Frankenthal, Maxdorf, Mutterstadt und Schifferstadt, die von einem Blechbläserensemble (Leitung Stefan Glöckner) und Benjamin Grothe an den Röhrenglocken unterstützt wurden. Die virtuose Orgelbegleitung übernahm Dekanatskantor Georg Treuheit.

Majestätisch klingende Werke zweier englischer Komponisten hatten die Sängerinnen und Sänger einstudiert: die in Rhythmik und Melodik sehr ansprechende Missa brevis in B von Christopher Tambling und ein jubilierendes „Laudate Dominum“ von Colin Mawby – im Wechsel von Silvia Körner (Dudenhofen), Margot Schäfer (Frankenthal) und Karl Finck (Bobenheim-Roxheim) dirigiert.

Ausgehend von der Frage des Sonntagsevangeliums „Wer ist Jesus für dich?“ verdeutlichte Pfarrer Mühl in seiner Predigt, dass es Petrus – seinen eigenen Glauben aussprechend – auf den Punkt gebracht habe. Jesus sei mehr gewesen als ein charismatischer Mensch und ein Religionsstifter. „In ihm begegnet uns Gott.“ Dies zu glauben, falle vielen schwer, sagte Mühl. Der Christ komme nicht umhin, um die persönlichen Antworten zu kämpfen und zu ringen, wenn er es ernst mit dem Glauben meine. Dabei sei es freilich nicht im Sinne Jesu, diese Antworten auf Facebook zu posten oder in die Welt hinaus zu twittern.

Pfarrer Mühls Dank galt den Kirchenchören und Instrumentalisten für ihr großes Engagement. „Musik und Religion sind Geschwister, die Musik ist ein grandioses und wundervolles Bekenntnis“, sagte er. Die Gemeinde spendete am Ende lang anhaltenden Beifall.

Chorleiter Karl Finck sprach von einer lobenswerten Veranstaltung auf hohem Niveau. Die Chöre hätten sich – auch dank intensiver Proben – als Einheit dargestellt. Noch gut erinnern kann sich Finck an die persönliche Begegnung mit dem Komponisten Christopher Tambling, der am 3. Oktober 2015 mit nur 51 Jahren verstorben ist. Die Einstudierung der Messe, die 2014 beim Diözesanmusiktag in Landau uraufgeführt wurde, habe Tambling sehr akribisch und mit großem Interesse begleitet.

Zufrieden mit dem Dekanatsmusiktag und dem Gottesdienstbesuch zeigte sich Margot Schäfer. „Wir haben uns alle auf diesen Tag gefreut.“ Ihr war es, zusammen mit Dekanatskantor Georg Treuheit gelungen, anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Kirchenchors St. Ludwig die Veranstaltung erstmals nach Frankenthal zu holen.

Text/Foto: G. Treuheit

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