Mittwoch, 16. Oktober 2019

Chortreffen des Pueri-Cantores Verbandes 2019

Acht Kinder- und Jugendchöre aus dem Bistum Speyer haben sich am 21. September zum jährlichen Chortreffen des Diözesan-Verbandes der „Pueri Cantores“ in Herxheim getroffen. Es wurde geprobt, miteinander gelacht, gegessen und schließlich am Abend ein Gottesdienst in der Pfarrkirche gestaltet.

Eine der Teilnehmerinnen des Chortreffens war Alica aus Maikammer. Die Zehnjährige singt seit fünf Jahren in der Jungen Kantorei St. Martin, dort inzwischen im Jugendchor. Herxheim war ihr erstes Chortreffen. Und damit auch ein bisschen aufregend, gibt die Schülerin zu. „Es war aber toll, andere Chöre zu sehen und Kinder kennenzulernen.“ Singen im Chor, das ist für Alica vor allem eins – Freude. Alicas neunjährige Schwester Carina, die im Kinderchor der Jungen Kantorei aktiv ist, geht es auch so. „Deswegen singen wir auch zu Hause gerne mal. Irgendein Lied, was wir gehört haben“, erzählt Alica.

„Mit anderen zu singen, das macht einfach Spaß. Und mit Ute zu musizieren.“ Ute Hormuth, das ist die Leiterin der Jungen Kantorei St. Martin. Beim Treffen der „Pueri Cantores“ in Herxheim war es eine neue Erfahrung für Alica, unter fremden Dirigenten singen zu müssen. „Jeder macht das etwas anders.“ Sich darauf einzustellen, kann dann anstrengend sein, findet die Zehnjährige. „Da war ich auch mal über eine Pause froh.“

Pausen spielen beim Kinder-Chortreffen eine wichtige Rolle, denn ein solcher Tag ist auf Begegnung angelegt und darauf, andere Kinderchöre zu erleben. In Herxheim konnten sich die Kinder und Jugendlichen bei schönem Sommerwetter im Umfeld der Kirche St. Maria Himmelfahrt aufhalten. Hier wurde auch ein Imbiss serviert: Auf Tischen war ein Buffet mit Brötchen, Gemüse, Obst und Kuchen aufgebaut. „Mit ganz viel Liebe haben das Frauen vom örtlichen Kirchenchor gerichtet. Es war eine Freude, zu sehen, wie die Kinder zulangen konnten“, berichtet Georg Treuheit, der Vorsitzende des Pueri-Cantores-Verbandes im Bistum Speyer.

Jedes Jahr findet das Chortreffen an einem anderen Ort statt. Höhepunkt ist dann jeweils der Gottesdienst, für den zuvor Lieder einstudiert werden. In Herxheim leiteten Ortspfarrer Arno Vogt und Pfarrer Dominik Geiger, der Diözesan-Präses des Verbandes ist, die Messfeier. „Wir Chorleiter haben uns abgewechselt, auch bei Orgel- und Klavierbegleitung“, sagt Georg Treuheit. „Mir geht es jedes Mal ins Herz, wenn die Kinder und Jugendlichen die Lieder miteinander singen. Das ist ein tolles Erlebnis.“ Das Singen mit Kindern ist „wirklich etwas ganz Besonderes“.

Stefanie Konter, Kirchenmusikerin in Herxheim, die vor zwei Jahren dort die Singschule St. Laurentius gründet hat, pflichtet ihrem Kollegen bei. „Da sitzen ganz normale Kinder vor einem, manche zappeln, sind müde oder wollen quatschen. Und wenn es heißt, ,jetzt singen wir‘, dann machen die das, stehen auf, sind konzentriert und singen so klar – Kinderchorarbeit ist spannend und aufregend, aber immer schön.“

Zur Herxheimer Singschule St. Laurentius zählen inzwischen 30 Mädchen und Jungen in zwei Altersstufen. „Das Projekt wächst“, freut sich Stefanie Konter. Ein Chortreffen wie das in Herxheim motiviert und begeistert alle, ist sie überzeugt: die Kinder und Chorleiter, die Gemeindemitglieder vor Ort aber auch die Eltern der kleinen Sängerinnen und Sänger, die hören und sehen können, was der Nachwuchs auf die Beine stellt.              

(Hubert Mathes/Bistumszeitung "der pilger")

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