Segnung der neuen Unterrichtsorgel

Instrument wurde in Frankreich gebaut und ermöglicht die Erarbeitung von einem Großteil der Orgelliteratur – Feierstunde des Bischöflichen Kirchen- musikalischen Instituts mit Domkapitular Franz Vogelgesang

Im Rahmen einer kleinen Feier am 6. September 2016 wurde die neue Unterrichtsorgel im Bischöflichen Kirchenmusikalischen Institut gesegnet. „Wir sind als Menschen gerufen, in den Lobpreis Gottes einzustimmen. Die Musik gehört zu der Weise, wie wir Gottes Liebe empfangen und weitergeben“, betonte Domkapitular Franz Vogelgesang, der die Segnung des Instruments vollzog.

„Bei einer Orgelweihe wird nicht das Instrument gesegnet, also nicht die Pfeifen, die Tasten und das Holz, sondern die Menschen, die daran üben, um mit dem Orgelspiel in den Gottesdiensten dem großen Ganzen des Volkes Gottes zu dienen“, machte Vogelgesang deutlich. Ein guter Gottesdienst müsse so gestaltet sein, dass bei den Menschen etwas in Schwingung kommt. „Die Musik soll die Menschen anrühren und den festlichen Charakter des Gottesdienstes unterstreichen.“ Die Dommusik und die Kirchenmusik des Bistums gingen im Haus der Kirchenmusik im Speyerer Hasenpfuhl eine gute Verbindung ein. „In diesem Haus tönt beinahe aus jeder Ritze Musik“, brachte er seine Freude über das neue Instrument zum Ausdruck. Diözesankirchenmusikdirektor Markus Eichenlaub und die Dozenten des Bischöflichen Kirchenmusikalischen Instituts ließen zur Segensfeier im Haus der Kirchenmusik verschiedene Orgelwerke erklingen.

Die neue Unterrichtsorgel wurde von der Orgelbau-Werkstatt Koenig aus Sarre-Union im nördlichen Elsass erbaut. Yves Koenig führt den durch seinen Vater im Jahr 1945 gegründeten Betrieb in zweiter Generation. Die Orgelbau-Werkstatt Koenig verwirklicht Neubauten, von der Hausorgel bis zur Kirchen- und Konzertorgel, und führt Restaurierungen durch.

Das Instrument hat 17 Register auf drei Manualen und Pedal und ermöglicht so die Erarbeitung und Darstellung von einem Großteil der Orgelliteratur. Die Orgel dient dem Unterricht, Schülervorspielen und Prüfungen. Sie ist mit ihrem geschmackvollen, schlichten Äußeren, das von einem Acht-Fuß-Zinn-Prospekt und einem Gehäuse aus Roteiche bestimmt wird, das Schmuckstück im nüchternen Unterrichtsraum.

Die Anschaffung war möglich, da am vorherigen Standort des Bischöflichen Kirchenmusikalischen Instituts in der Oberen Langgasse vier Orgeln verkauft wurden, die allesamt überarbeitsbedürftig waren, darunter drei kleine Übeorgeln. Die bisherige Konzertorgel der Werkstatt Beckerath (Baujahr 1980) mit 35 Registern war zu groß für den Umzug in das neue Gebäude und musste ebenfalls verkauft werden. Sie steht jetzt in einer katholischen Kirche in Manderscheid in der Eifel. In den neuen Räumen im Haus der Kirchenmusik stehen anstatt vier nun nur noch zwei Unterrichtsorgeln. Ein gebrauchtes kleineres Instrument konnte letztes Jahr aufgestellt werden.

Text und Foto: is

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