Vorweihnachtliches Konzert der Singschule St. Hildegard

Von der Faszination jugendlicher Stimmen

Zu einem vorweihnachtlichen Konzert am 28. November 2015 hatte die Singschule St. Hildegard in die Alte Kirche in St. Ingbert eingeladen – dem strahlenden Klang dieser jungen Stimmen konnte sich kein Zuhörer entziehen.

Im ersten Teil des Konzertes präsentierten die jüngeren Kinder (Grundschulalter und Unterstufe), was sie in ihren wöchentlichen Proben bei Johanna Kuhn erarbeitet haben. Dabei strahlte ihnen die Begeisterung für das gemeinsame Musizieren so aus dem Gesicht, dass das Publikum sich nicht nur an der Musik, sondern auch am Anblick des jungen Chores freuen konnte.  

Das Hauptwerk des Abends war jedoch Benjamin Brittens „Ceremony of Carols“, das von den „Großen“ der Singschule unter Leitung Christian von Blohns dargeboten wurde. Hierbei handelt es sich um ein äußerlich kleines Ensemble, in dem eine überraschende Stimmgewalt mit einem hohen Grad an Klangkultur steckt. Die jungen Damen sind jedenfalls so gut geschult, dass jede von ihnen auch solistisch tätig werden konnte – mit all den Herausforderungen an persönlichem Mut und Intonationssicherheit, die  sich damit verbinden. Zusätzlich sieht das Werk jedoch auch eine echte Sopran-Solistin vor. Hier war Ania Konieczny eine ausgezeichnete Wahl, die sich in den sie umgebenden Klang gut einfühlen und dabei dennoch ihren Solopart ausdrucksstark bestreiten konnte. Die größte Aufgabe kam schließlich der obligaten Harfe zu, die von Antonia Hentze gespielt wurde. Der besondere Klang des Instrumentes trug seinen Teil zur adventlichen Atmosphäre in der Alten Kirche bei. Mit dem Gesang  „Hodie Christus natus est“ zogen die Sängerinnen schließlich aus der Kirche aus – ein leise verschwebender Klang voller Anmut, so dass man kaum wagte, die sich ausbreitende Stille mit Applaus zu stören. Dennoch brach sich die Begeisterung anschließend Bahn und forderte sich die angemessenen Zugaben ein.

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